
Das Thema des Förderprojektes „Integration und Anwendung von Nano-Drähten durch Mikro-Nano-Fabrikation und Mikro-Montage“ INANOMIK umfasst die Entwicklung verschiedener Mikrostrukturierungsverfahren und Nanomaterialien, die für das Packaging und zur Mikro-Montage von Nano-Drähten gebündelt zum Einsatz kommen. Die Integration nanoskaliger Materialien und Bauteile in Verfahren der Mikrostrukturierung, also der dreidimensionalen Formgebung, wird hier als Mikro-Nano-Fabrikation bezeichnet.

Projektleitung:
Technische Universität Darmstadt,
Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik,
Institut für Elektromechanische Konstruktionen, TUD-EMK
Prof. Dr.-Ing. Helmut F. Schlaak
Beteiligte Einrichtungen:
Technische Universität Darmstadt,
Fachbereich Material- und Geowissenschaften,
Fachgebiet Disperse Feststoffe, TUD-DF
Prof. Dr. rer. nat. Ralf Riedel
Fachhochschule Wiesbaden
Fachbereich Ingenieurwissenschaften
Institut für Mikrotechnologien (IMtech), FHW-IMtech
Dipl.-Ing. (FH) Heiko Reith
GSI Gesellschaft für Schwerionenforschung
Abteilung Materialforschung, GSI-MF
Assoziierte Partner:
Hr. Winfried Korb
sgt Sensorberatung Dr. Guido Tschulena
Dr. Guido Tschulena

Nano-Drähte und nanoskalige Materialien bilden bisher Themen der Grundlagenforschung ohne wesentliche Anbindung in handhabbaren technischen Systemen. In diesem Vorhaben werden entscheidende Funktionalitäten durch den Einsatz von Nanostrukturen und Nanomaterialien realisiert, die isoliert für sich nicht handhabbar sind. Erst durch die Integration mit Technologien aus der Mikrosystemtechnik können die nanoskaligen Komponenten zum Einsatz kommen. Im Sinn des Rahmenprogramms Mikrosysteme wird dieser Ansatz an einem konkreten Beispiel aus der Prozessmesstechnik realisiert.
Ein bestehender Gassensor nach dem Anemometerprinzip mit gezogenen Drähten soll im Gesamtaufbau kleiner dimensioniert und mit Hilfe von Nano-Komponenten so aufgebaut werden, dass ein mikro-nano-integriertes Gesamtsystem entsteht, mit Schnittstellen zur Makrowelt. Als Sensorelement sollen Nano-Drähte in einem Sensor-Aufbau eingesetzt werden.
Im Förderprojekt sollen folgende Teilziele verfolgt werden:
Die deutsche Gassensorik-Branche unterliegt einem permanenten Kosten- und Innovationsdruck. Die Gründe hierfür liegen in der internationalen Wettbewerbssituation sowie der Forderung der Sensorik-Kunden nach immer genaueren Messbereichen, kürzeren Messzeiten und höherer Integration. Dieses Förderprojekt soll hier Wege zur Lösung aufzeigen.
Wir sehen in dem Projekt weiterhin einen grundsätzlichen Beitrag für das wirtschaftliche Packaging, Handling und die Montage von kleinen runden Nano-Objekten wie z.B. Nano-Drähten, Carbon-Nano-Tubes (z.B. für zukünftige Halbleiterchips) und Messspitzen für die Nahfeldmikroskopie. Ferner bieten die zu demonstrierenden Strukturierungsverfahren für neuartige Funktionswerkstoffe aus nanoskaligen Materialien ein großes Potential für eine kostengünstige Aufbau- und Verbindungstechnik sowie den Einsatz in weiteren Anwendungsgebieten der Sensorik und Aktorik.
Zufällig angeordnete Nanodrähte erfordern eine elektrische Kontaktierung, die (unabhängig von der Nanodraht-Position) gezielt an den Drahtenden realisiert werden kann. Für die gezielte Abscheidung von Kontaktschichten an den Enden der Nano-Drähte soll die Metallschichtbildung durch direktes E-beam-Schreiben untersucht werden. Hierbei wird ein metallorganisches Precursor-Gas durch Anregung eines Elektronenstrahls aufgespalten, so dass sich an der Stelle, an der der Strahl das Substrat trifft, eine Metallschicht bildet. Mit dieser Methode kann ein auf dem Substrat befindlicher Nano-Draht zunächst im Rasterelektronenmikroskop lokalisiert und dann an seinen Enden durch Metallschichtabscheidung kontaktiert werden.
Die UV-Tiefenlithographie auf der Basis von SU-8 erlaubt das Erstellen von Photoresist-Schichten mit einem großen Aspektverhältnis von derzeit 20:1. Es können tiefe Gräben geringer Breite erstellt werden, die als Kanäle für Fluide eingesetzt werden können. Es soll untersucht werden, inwieweit diese Grabenstrukturen geeignet sind, Träger für Nano-Drähte darzustellen. Durch nanoskalige Füllstoffe soll die thermische und elektrische Leitfähigkeit gezielt beeinflusst. Weiterhin soll die Eignung von photostrukturierbaren Materialien mit keramischen Eigenschaften untersucht werden. Die siliziumbasierten Polymere, wie kommerziell erhältliche Polysiloxane und Polysilazane, müssen hinsichtlich ihrer UV-Vernetzbarkeit für den Einsatz in der Tiefenlithographie optimiert werden.

Am 13.-14. März fand im Ernst-Reuter-Haus in Berlin eine Abschlusspräsentation der vom BMBF geförderten Projekte zur Mikro-Nano-Integration statt.
| INANOMIK.pdf | 2.6 M |
Alle in dieser Ausschreibung geförderten Projekte sind auf den
Seiten des Projektträgers einsehbar.
Mitglieder dieses Projekts suchen die Zusammenarbeit im Bereich der Mikro-Nano-Integration durch Aktivitäten

Technische Universität Darmstadt
Institut für Elektromechanische Konstruktionen
Prof. Dr.-Ing. Helmut F. Schlaak
S3/06 128
Merckstraße 25
64283
Darmstadt
+49 6151 16-4696
+49 6151 16-4096
schlaak@emk.tu-...
Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Werthschützky
S3/06 127
Merckstraße 25
64283
Darmstadt
+49 6151 16-4013
+49 6151 16-4096
werthschuetzky@emk.tu-...
Prof. Dr.-Ing. habil. Tran Quoc Khanh
S2|09 14
Hochschulstraße 4a
64289
Darmstadt
+49 6151 16-6142
+49 6151 16-5468
office@lichttechnik.tu-...